Diakonisches Bildungsinstitut J. Falk lädt ein

Über den Begriff Inklusion wird allerorten oft und viel gesprochen, und natürlich wissen alle, was Inklusion bedeutet: Dass nämlich jeder Mensch dazugehört, die gleichen Rechte hat und teilhaben kann am gesellschaftlichen Dasein, egal ob und mit welcher Beeinträchtigung, welchem Handicap er lebt. Aber mal ehrlich – solange über Inklusion oft und viel gesprochen wird – oder besser:  gesprochen werden muss – ist sie von Normalität noch meilenweit entfernt. Gezeigt hat sich das einmal mehr in den vergangenen Wochen und Monaten, als die Pandemie uns wieder im Griff hatte. Derweil zahlreiche Arbeitnehmer ins Homeoffice überwechselten oder unter Auflagen weiter am Arbeitsplatz blieben, herrschte in Thüringens Werkstätten für Menschen mit Handicap Betretungsverbot. Einer großen Zahl der fast 10.000 darin Tätigen war das Arbeitsleben also verwehrt. Hätte es da nicht Alternativen gegeben? Fehlende Tagesstruktur, weniger Lohnzahlung und soziale Isolation – so erlebten Betroffene diese Zeit.

Diese Erlebnisse, aber auch Chancen der Teilhabe an Freizeitbetätigungen sind zwei Hauptthemen einer Podiumsdiskussion, die am Dienstag, 08. Juni, von 17- 19 Uhr live aus dem dbi gesendet wird. Interessierte können sich digital zuschalten über die Webadresse https://digitage.falxnetztreff.de oder den Livestream von Wartburg-Radio 96.5 anhören.

Unter dem Titel „Mal ehrlich?! – Wie geht Teilhabe im Wartburgkreis?“ stellen sich die Podiumsgäste Reinhard Krebs (CDU-Kreisvorstandsmitglied und Landrat des Wartbugkreises), Jürgen Holland-Nell (Vorstand SPD Wartburgkreis), Michael Reinz (Freie Wähler Wartburgkreis und Bürgermeister von Treffurt), Yvonne Deubner (Assistentin des Vorstandes LAG Werkstatträte Thüringen), Stefan Engel (Vorstandsmitglied LAG Werkstätten Thüringen und Betroffener) sowie weitere Teilnehmer Meinungen und Fragen. Moderieren wird die Veranstaltung Stefan Dietrich (Radiomoderator und IT-Unternehmer eines Inklusionsbetriebs).